DER WEG ZUR ENTWALDUNGSFREIHEIT MIT DER EUDR
Die globale Abholzung stellt eine der größten Umweltbedrohungen dar. Zur Reduzierung der weltweiten Abholzung, die durch Produktion und Handel von Rohstoffen entsteht, leistet die EU mit der EU Deforestation Regulation (EUDR/VO 2023/115) einen wichtigen Beitrag. Sie ersetzt die EU-Holzhandelsverordnung (EUTR/EU 995/2010), die den Import illegal erzeugten Holzes verbietet. Die EUDR bringt neue Anforderungen für die Lieferketten von Holz- und Waldprodukten mit sich. Unternehmen leisten so durch Einhaltung der Vorgaben einen aktiven Beitrag zum Schutz der Wälder.
Die EU-Kommission hat aufgrund internationaler Rückmeldungen und um eine reibungslose Umsetzung zu ermöglichen, eine Verlängerung der Frist um ein Jahr vorgeschlagen. Damit gilt die EUDR für große Unternehmen voraussichtlich ab dem 30. Dezember 2025 und für kleinere Unternehmen ab dem 30. Juni 2026.
EU-VERORDNUNG ZUM SCHUTZ VON KLIMA UND UMWELT
Der globale Waldverlust und die Bedrohung der biologischen Vielfalt nehmen dramatisch zu. Wälder sind ein lebenswichtiger Bestandteil für Mensch und Umwelt und bieten zahlreiche Vorteile. Neben der Holzgewinnung und Wasserspeicherung tragen sie entscheidend zum Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Die Entwaldung bedroht nicht nur die Lebensgrundlage vieler Menschen, Gemeinschaften und Tiere, sondern erhöht auch das Risiko von Krankheitsausbrüchen. Die EU-Deforestation Regulation leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Entwaldung und illegaler Holzprodukte und unterstützt so den Schutz unserer Umwelt.Neben dem Schutz der Umwelt und der Menschenrechte eröffnen sich ebenfalls neue Chancen für Unternehmen. Nachhaltige Praktiken werden gefördert und langfristige Beziehungen aufgebaut. Gleichzeitig werden Unternehmen vor neue Herausforderungen gestellt. Die Einhaltung der Verordnung erfordert zusätzliche Investitionen und erhöht die Komplexität der Lieferketten. Neben steigenden Kosten bringt dies auch einen erhöhten bürokratischen Aufwand mit sich.
ZENTRALE ANFORDERUNGEN: TRANSPARENZ UND SORGFALTSPFLICHTEN
Die Einhaltung der EUDR erfordert umfassende Prüfungen der Lieferketten sowie neue, effektive Maßnahmen. In diesem Zusammenhang muss die Herkunft der Produkte genau hinterfragt werden. Transparenz und Nachverfolgbarkeit sind dabei von entscheidender Bedeutung. Bei Erfüllen der EUDR soll insbesondere die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen sichergestellt und ein positiver Beitrag zur Umwelt geleistet werden. Bestimmte Waren aus Rohstoffen, wie Soja, Kaffee oder Kautschuk, dürfen EU weit erst verkauft werden, wenn unter anderem folgenden Bedingungen erfüllt sind:
1. Produkte müssen entwaldungsfrei hergestellt sein.
2. Die Produktion muss den gesetzlichen Vorgaben des Herkunftslandes entsprechen.
3. Für die Ware muss eine Sorgfaltserklärung vorliegen.
Für die bestmögliche Umsetzung der EUDR müssen Unternehmen ihre bestehenden Lieferketten analysieren, Anforderungen konzipieren und Zuständigkeiten klar definieren. Zudem sind regelmäßige Überwachung und Berichterstattung erforderlich. Die Einhaltung der EUDR wird durch Kontrollen überprüft.
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