WARUM DER TDM-TEST SO WICHTIG IST
Schnittschutzhandschuhe schützen die Hände vor scharfen Kanten, Messern oder Blechen. Doch woher weiß man eigentlich, wie schnittfest ein Handschuh wirklich ist? Genau dafür gibt es den TDM-Test nach EN 388. Er gehört zu den wichtigsten Prüfverfahren für Schnittschutz und liefert besonders zuverlässige Ergebnisse – vor allem bei modernen Hochleistungsfasern.Auch im AS Quality Center, unserem hauseigenen Prüflabor, führen wir den TDM-Test durch. So können wir die Schnittfestigkeit unserer Handschuhe unter standardisierten Bedingungen prüfen und die Ergebnisse direkt in die Produktentwicklung einfließen lassen.
Doch wie funktioniert der TDM-Test eigentlich, warum gilt er als besonders präzise und worin unterscheidet er sich vom Coupe-Test?
SO FUNKTIONIERT DER TDM TEST
Schnittfestigkeit von Schutzhandschuhen wird im AS Quality Center mit einem modernen TDM-Prüfgerät nach EN 388 geprüft. Dabei fährt eine gerade Klinge mit definierter Geschwindigkeit über das Handschuhmaterial. Die aufgebrachte Kraft wird schrittweise erhöht, bis die Klinge das Material vollständig durchtrennt.Um ein möglichst präzises Ergebnis zu erhalten, wird jeder Schnitt mit einer neuen, scharfen Klinge durchgeführt. Während der Prüfung erfolgen mehrere Schnitte mit unterschiedlichen Kräften. Alle Messwerte werden dokumentiert und ausgewertet, um die tatsächliche Schnittfestigkeit des Materials zuverlässig zu bestimmen. Aus den ermittelten Werten ergibt sich anschließend die Schnittschutzklasse A bis F nach EN 388.
Durch die Durchführung im eigenen Prüflabor können wir Produkte schneller bewerten, Optimierungspotenziale frühzeitig erkennen und unsere Qualitätsstandards kontinuierlich sichern. So fließen die Prüfergebnisse direkt in die Weiterentwicklung unserer Schnittschutzhandschuhe ein.
TDM-TEST ODER COUPE-TEST – WO LIEGT DER UNTERSCHIED?
Sowohl der Coupe-Test als auch der TDM-Test dienen dazu, die Schnittfestigkeit von Schutzhandschuhen nach EN 388 zu bestimmen. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Prüfmethode.Beim Coupe-Test bewegt sich eine rotierende Kreisklinge mit konstantem Druck mehrfach über das Handschuhmaterial. Die Anzahl der Umdrehungen bis zum Durchtrennen des Materials wird anschließend mit einem Referenzmaterial verglichen. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Materialien mit geringer bis mittlerer Schnittfestigkeit.
Moderne Hochleistungsfasern können die Klinge jedoch schnell abstumpfen. Dadurch kann der Coupe-Test die tatsächliche Schutzwirkung überschätzen. In solchen Fällen schreibt die EN 388 den TDM-Test als maßgebliches Prüfverfahren vor.
Beim TDM-Test wird dagegen für jeden einzelnen Schnitt eine neue, scharfe Klinge verwendet. Zudem wird die Schnittkraft schrittweise variiert, bis das Material durchtrennt wird. Das Ergebnis ist deutlich präziser und bildet die Grundlage für die Schnittschutzklassen A bis F.
Die Unterschiede auf einem Blick:
| Coupe-Test | TDM-Test |
| Rotierende Kreisklinge | Gerade Klinge |
| Eine Klinge für mehrere Schnitte | Neue Klinge bei jedem Schnitt |
| Klinge kann abstumpfen | Keine Verfälschung durch stumpfe Klingen |
| Gut für einfache Materialien | Ideal für moderne Hochleistungsfasern |
| Ergebnis als Coup-Index | Ergebnis als Schnittkraft (Klassen A–F) |
WARUM DER TDM-TEST UNVERZICHTBAR IST
Der TDM-Test liefert präzise und reproduzierbare Ergebnisse zur Schnittfestigkeit moderner Schutzhandschuhe. Besonders bei leistungsfähigen Schnittschutzmaterialien gilt er heute als aussagekräftigste Prüfmethode nach EN 388.Mit den Prüfungen im AS Quality Center stellen wir sicher, dass unsere Produkte den hohen Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht werden und kontinuierlich weiterentwickelt werden können.
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