DER RICHTIGE GRIFF MACHT DEN UNTERSCHIED
Schutzhandschuhe mit guter Griffsicherheit können im Arbeitsalltag einen entscheidenden Unterschied machen. Denn Hände müssen nicht nur vor mechanischen, thermischen oder chemischen Gefährdungen geschützt werden – Werkzeuge, Bauteile und andere Gegenstände müssen gleichzeitig sicher und kontrolliert gehandhabt werden können.Besonders glatte, nasse oder ölige Oberflächen können das Greifen erschweren. Fehlt dem Schutzhandschuh der passende Grip, kann mehr Kraft zum Festhalten erforderlich sein oder ein Gegenstand leichter aus der Hand rutschen. Die Rutschhemmung bzw. Griffsicherheit eines Schutzhandschuhs ist deshalb eine wichtige Eigenschaft bei der Auswahl des passenden Modells.
Doch wodurch entsteht guter Grip, welche Rolle spielt die Beschichtung und welcher Schutzhandschuh eignet sich für welche Arbeitsbedingungen?
WOVON HÄNGT DIE GRIFFSICHERHEIT EINES SCHUTZHANDSCHUHS AB?
Wie sicher sich ein Gegenstand greifen lässt, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben Form und Material des Gegenstands spielen insbesondere die Beschichtung und Oberflächenstruktur der Schutzhandschuhe eine wichtige Rolle.Beschichtungen aus beispielsweise Nitril, Latex oder Polyurethan (PU) besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Zusätzlich kann die Oberfläche gezielt strukturiert werden, um die Griffsicherheit für bestimmte Anwendungen zu verbessern.
Zu den möglichen Ausführungen gehören beispielsweise:
+ Glatte Beschichtungen: eignen sich je nach Material und Ausführung für unterschiedliche allgemeine Arbeiten.
+ Schaumbeschichtungen: können durch ihre Oberflächenstruktur eine gute Griffigkeit ermöglichen.
+ Gesandete Beschichtungen: besitzen eine raue Oberfläche und können dadurch den Grip insbesondere bei anspruchsvollen Greifarbeiten unterstützen.
+ Genoppte Oberflächen: zusätzliche Noppen können die Griffsicherheit beim Umgang mit bestimmten Werkstücken verbessern.
Entscheidend ist jedoch nicht allein die Beschichtungsart. Auch die Arbeitsumgebung muss berücksichtigt werden. Ein Handschuh, der beim Umgang mit trockenen Werkstücken guten Halt bietet, muss bei nassen oder öligen Oberflächen nicht automatisch dieselben Eigenschaften aufweisen.
TROCKEN, NASS ODER ÖLIG – DER GRIP MUSS ZUM EINSATZ PASSEN
Die Anforderungen an die Griffsicherheit unterscheiden sich erheblich danach, womit im Arbeitsalltag gearbeitet wird. Deshalb gibt es nicht den einen Handschuh, der unter allen Bedingungen automatisch den besten Grip bietet.Trockene Arbeitsbedingungen: Bei Montage-, Lager- oder allgemeinen Handwerksarbeiten stehen häufig trockene Werkstücke und Werkzeuge im Mittelpunkt. Hier sind eine gute Griffigkeit und gleichzeitig ausreichend Fingerfertigkeit gefragt, damit auch kleinere Bauteile kontrolliert gehandhabt werden können.
Nasse Arbeitsbedingungen: Feuchtigkeit kann die Oberfläche eines Werkstücks rutschiger machen. Die Beschichtung des Handschuhs sollte deshalb auf solche Bedingungen abgestimmt sein und einen möglichst kontrollierten Griff unterstützen.
Ölige Arbeitsbedingungen: Öle und Schmierstoffe stellen besondere Anforderungen an die Beschichtung. Hier können speziell strukturierte Oberflächen dazu beitragen, den Kontakt zwischen Handschuh und Werkstück zu verbessern. Je nach Anwendung kommen beispielsweise entsprechend ausgeführte Nitrilbeschichtungen infrage.
Eine gute Griffsicherheit unterstützt nicht nur das kontrollierte Arbeiten, sondern kann auch dazu beitragen, den Kraftaufwand beim sicheren Festhalten von Gegenständen zu reduzieren. Das ist insbesondere bei häufig wiederkehrenden Greifbewegungen von Vorteil.
Typische Einsatzbereiche, in denen Grip eine wichtige Rolle spielen kann:
+ Montage und Fertigung
+ Metallverarbeitung
+ Wartung und Instandhaltung
+ Lager und Logistik
+ Bau und Handwerk
+ Umgang mit Werkzeugen und Bauteilen
Welche Eigenschaften erforderlich sind, hängt dabei immer von der konkreten Tätigkeit und der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung ab.
Tipp für die Auswahl: Wie griffig ein Schutzhandschuh ist, lässt sich nicht an einer einheitlichen Leistungsstufe ablesen. Hinweise geben die Produktbeschreibung und die Beschichtung – beispielsweise Angaben wie gesandet, genoppt oder strukturiert sowie die Eignung für trockene, nasse oder ölige Bedingungen.
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