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Branche Chemie/Labor Verfasst am 11.09.2026

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AUF DIE RICHTIGE PSA KOMMT ES AN

Ob beim Umgang mit Chemikalien, bei Laboranalysen oder beim Abfüllen und Verarbeiten von Substanzen: In Chemie und Labor können Beschäftigte mit ganz unterschiedlichen Gefährdungen in Kontakt kommen. Flüssigkeitsspritzer, gefährliche Stoffe oder mechanische Risiken stellen dabei jeweils andere Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung (PSA).

Eine universelle Lösung gibt es deshalb nicht. Welche PSA für Chemie und Labor geeignet ist, hängt unter anderem von den verwendeten Stoffen, ihrer Konzentration, der Tätigkeit und der möglichen Exposition ab. Die Grundlage für die Auswahl bildet immer die jeweilige Gefährdungsbeurteilung.

Doch welche PSA kommt in Chemie und Labor zum Einsatz und worauf sollte bei der Auswahl geachtet werden?

WELCHE GEFAHREN GIBT ES IN CHEMIE UND LABOR?

Die Arbeitsbedingungen in chemischen und labortechnischen Bereichen können sehr unterschiedlich sein. Entsprechend vielfältig sind auch die möglichen Gefährdungen.

Beim Umgang mit Chemikalien können beispielsweise Spritzer oder direkter Hautkontakt eine Rolle spielen. Je nach Tätigkeit können zusätzlich Dämpfe, Aerosole oder Stäube entstehen. Auch mechanische Gefahren dürfen nicht außer Acht gelassen werden – etwa beim Umgang mit Glas, Geräten oder anderen Arbeitsmitteln.

Typische Gefährdungen können sein:

+ Chemische Gefährdungen: Kontakt mit beispielsweise Säuren, Laugen, Lösungsmitteln oder anderen Chemikalien

+ Gefährdungen für die Augen: Spritzer, Partikel oder andere Stoffe können die Augen erreichen

+ Mechanische Gefährdungen: beispielsweise durch Glas, scharfkantige Gegenstände oder Arbeitsmittel

+ Gefährdungen für die Füße: herunterfallende Gegenstände oder verschüttete Flüssigkeiten können je nach Arbeitsplatz eine Rolle spielen

+ Belastungen der Atemwege: Je nach Stoff und Tätigkeit können Stäube, Aerosole, Dämpfe oder Gase auftreten

Welche dieser Gefährdungen tatsächlich relevant sind, muss für den jeweiligen Arbeitsplatz individuell beurteilt werden. Technische Datenblätter und die Gefährdungsbeurteilung liefern dabei wichtige Informationen für die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen.

WELCHE PSA KOMMT IN CHEMIE UND LABOR ZUM EINSATZ?

Je nach Tätigkeit kann die persönliche Schutzausrüstung verschiedene Bereiche des Körpers schützen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Art der PSA, sondern auch, ob ihre Schutzleistung für die konkrete Gefährdung geeignet ist.

+ Schutzhandschuhe: Die Hände kommen bei vielen Tätigkeiten besonders nah mit Arbeitsstoffen in Kontakt. Bei der Auswahl von Chemikalienschutzhandschuhen muss deshalb genau betrachtet werden, gegen welche Chemikalie Schutz erforderlich ist.

Eine wichtige Orientierung bietet die EN ISO 374. Sie befasst sich mit Schutzhandschuhen gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen. Dabei ist zu beachten: Nicht jedes Handschuhmaterial schützt gleichermaßen gegen jede Chemikalie. Material, Chemikalie, Konzentration und Kontaktdauer müssen bei der Auswahl berücksichtigt werden.

+ Augenschutz: Beim Umfüllen, Mischen oder Verarbeiten von Flüssigkeiten können Spritzer entstehen. Je nach Gefährdung können Bügel- oder Vollsichtbrillen erforderlich sein. Die konkrete Ausführung muss zum jeweiligen Risiko passen.

+ Schutzkleidung: Schutzkleidung kann dazu beitragen, Haut und darunterliegende Kleidung vor bestimmten Stoffen und Verunreinigungen zu schützen. Welche Ausführung erforderlich ist, richtet sich auch hier nach der Tätigkeit und der jeweiligen Gefährdung.

+ Fuß-, Atem- und weiterer Schutz: Je nach Arbeitsplatz können zusätzlich Sicherheitsschuhe, Atemschutz oder weitere PSA notwendig sein. Gerade beim Atemschutz muss genau geprüft werden, welche Stoffe auftreten und welche Schutzmaßnahmen dafür vorgesehen sind.

Wichtig: Die Bezeichnung „Chemikalienschutz“ allein reicht für die Auswahl nicht aus. Entscheidend ist immer, ob die jeweilige PSA für den konkreten Stoff, die Konzentration und die vorgesehene Anwendung geeignet ist.

DIE RICHTIGE PSA BEGINNT MIT DER GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG

Chemie- und Laborarbeitsplätze können sehr unterschiedliche Anforderungen an die PSA stellen. Ein Schutzhandschuh, der für eine bestimmte Chemikalie geeignet ist, muss beispielsweise nicht automatisch gegen einen anderen Stoff schützen.

Entscheidend sind deshalb die konkreten Gefährdungen am Arbeitsplatz: Mit welchen Stoffen wird gearbeitet, wie kann ein Kontakt entstehen und welche Körperbereiche müssen geschützt werden? Die Gefährdungsbeurteilung bildet dafür die Grundlage.

Zusätzlich helfen Herstellerangaben, Kennzeichnungen und Sicherheitsdatenblätter bei der Auswahl. So lässt sich die PSA gezielt auf die jeweilige Tätigkeit und die auftretenden Gefährdungen abstimmen.

SCHUTZ FÜR ANSPRUCHSVOLLE ARBEITSBEREICHE
Von den Händen bis zu den Augen: In Chemie und Labor kommt es auf Schutz an, der zur jeweiligen Tätigkeit passt. Entdecken Sie unsere PSA für unterschiedliche Anforderungen und finden Sie die passende Lösung für Ihren Arbeitsbereich.

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